Und noch mal das dynamische Verhalten eines Floormonitors. Jede Kurve steht für 10 dB Pegelerhöhung, wobei die rote Kurve den höchsten Pegel darstellt. Der 12er Konus macht bei jedem Pegel was er soll, eben nur der Hochtontreiber nicht. Auslöser ist das völlig verkeimte Diaphragma des Kompressionstreibers. Mögliche Ursachen könnten ins Hochtonhorn und somit in den Luftspalt geratener Niederschlag, Kondenswasser, Erfrischungsgetränke oder auch Körperflüssigkeiten sein.
Vier Monitore und drei Mikros
In Vorbereitung auf die nächste Veranstaltung mit zusammengewürfeltem Equipment habe ich vorab vier baugleiche Floor Monitore älteren Baujahres gemessen (Bodenmessung auf 1m). Auffällig die relative breite Exemplarstreuung im Bereich des (nicht mehr lieferbaren) 1 Zoll Hochtontreibers, welche man in Anbetracht des Alters der Schallwandler akzeptieren muss.Aus gleichem Spaß die Vergleichsmessung von drei Mikrofonen. Die oberen Messungen sind on Axis gemessen, die unteren Messungen genau gegenüber der Einsprechrichtung, quasi die Messung der Rückwärtsdämpfung.
Mein Talkbackmikro Sennheiser E825 (Niere) in blau, etwas schwach in den Lomids, mit typischer Präsenzanhebung und leichtem Roll-off in den Höhen. Ein Shure PG58 (Niere) in rosa mit sehr wenig Präsenzanhebung und steilem Abfall ab 13 kHz. Letztendlich ein AKG D5 (Superniere) in grün in den Mitten ähnlich wie das E825 zusätzlich einer ausgeprägten Höhenanhebung.
Der Vinylkompromiss
Musik auf Vinyl zu bringen ist mit einer Menge Kompromisse verbunden. Wir haben mal ein komplettes Musikstück auf Vinyl (grün) mit dem digitalen Master (gelb) verglichen.
Das Stück befand sich mitten auf der Platte und wurde in 33 rpm auf eingemessener Technik verglichen. Gut zu sehen, der für Vinyl typische Höhenabfall hier von ca. 1 dB, der zum Inneren der Platte noch krasser wird. Dieser Verlust wird u. a. vom RDL (Relativ Disk Level), dem momentanen Plattendurchmesser sowie der Drehzahl bestimmt. Ein weiteres Indiz für Vinyl ist der Anstieg des Lowends (links im Bild). Dieser wird durch den Höhen – u. Seitenschlag der Platte aber auch durch die Übertragung des Plattentellerantriebes per Körperschall auf den Plattenteller verursacht (Plattenrumpeln).
Klein aber fein
Auf einer Wellenlänge…
Mit Menschen auf einer Wellenlänge zu sein bedeutet seine Interessen zu teilen. So geschah es unter dem Motto „Vergleichen erlaubt“ auf dem gestrigen Harmonic Design Demo-Tag in der Stadthalle Dransfeld.
Hier hatten Fachbesucher die Gelegenheit alle Harmonic Design Systeme zu hören, aber auch mit anderen Systemen zu vergleichen. Beeindruckend, die Performance des neuen Multifunktionslautsprechers MP 10 im Verbund mit dem aktiven Systembass P18 – so etwas bekommt selten vor die Ohren. Aber auch sehr interessant für größere Projekte die HybridLineSource HLS24
mit hoch aufgelösten und unangestrengten Höhen im Hochpegelbereich zusammen im Verbund mit den kompakten Infra 218 mit modernster Treiberbestückung.
Angetrieben werden die beiden Tops mit max. 4 Infras von einer Powersoft X4. Dieses kleine Ding vereint auf einer! Höheneinheit (unten im Rack) modernsten Digitalcontroller mit einem potentem 4-Kanal-Verstärker, versorgt von einem Drehstromnetzanschluß! Klein, leicht und laut bekommt mit diesem Equipment eine neue Dimension!
Bürgersaal in Waren (Müritz) mit neuer Beschallungsanlage
Der Bürgersaal in Waren (Müritz) verlangte nach einer neuen Beschallungsanlage. Etwas Moderneres soll hier nun mehrere Jahr(zehnt)e zuverlässig seine Arbeit verrichten. Aufgabe war es ein Beschallungssystem auf dem Markt zu finden welches mehrere Anforderungen erfüllen konnte.
Die Flugpunkte der Anlage waren bautechnisch fest vorgegeben, so dass nur Systeme mit etwas engerer horizontaler Abstrahlung ca. 80 Grad in Frage kamen, eine breitere Coverage wäre wegen der Wandreflexionen eher kontraproduktiv. Außerdem musste das System in der Lage sein, unter die der an Saaldecke montierten Bühnenbeleuchtung hindurch, die letzte Sitzreihe in 20 Meter Entfernung zu beschallen. Dabei sollte das Beschallungssystem aber nicht zu tief hängen und eine gewisse Flughöhe erreichen um Sicherheit vor springendem Publikum zu gewährleisten. Eine weitere Bedingung war die erste Sitzreihe ca. 2,30 m von der Bühnenvorderkante zu erreichen. Dieser Umstand verlangte nach einem möglichst hohen Splaywinkel, der die Auswahl zwischen der auf dem Markt befindlichen Linearrays nochmals erheblich einschränkte. Linearrays mit einem maximalen Splaywinkel größer als 12 Grad sind doch relativ selten. Außerdem sollten die Bässe möglichst weit unter der Bühnenvorderkante verschwinden und ein dabei ein Bassarray bilden. Das größte Problem schien jedoch die zwei Beschallungssituationen, einmal den bestuhlten Saal mit Tribüne und den ebenen Saal mit stehendem Publikum, möglichst klanglich ausgeglichen und homogen zu erfassen. Die Anpassung an diese zwei Situationen sollte idealer Weise nur durch Aufruf eines entsprechenden Controllerpresets zu erledigen sein.
Nach intensiven Überlegungen, Berechnungen und Simulationen gab es nur ein System auf dem Markt welches ohne größere Kompromisse diese Aufgabenstellung erfüllen könnte. Das Yi8 nebst den Bi6 Subs, in Verbindung mit der Remotesoftware R1 von d&b audiotechnik schien am geeignetsten für diese Aufgabe. Als größter Pluspunkt dieses Beschallungssystem entpuppte sich dabei die Möglichkeit des Arrayprocessings -> http://www.dbaudio.com/de/arrayprocessing.html
schwäbische Banane
Schwarze Kisten in schwarzer Frischhaltefolie
sind kürzlich aus dem Schwabenländle eingetrudelt.Gestern Abend haben wir die Lieferung (10 Stück Yi8 und 6 Stück Bi6) schnell mal per Lagerraummessung auf Funktion geprüft – alle Kischtle’s haben die Reise überstanden und sind wohlauf. Erstaunlich wie weit die beiden 8er der Y8 nach unten können. Erfreulicher Weise gibt es nur minimale Exemplarstreuung 🙂
… More soon…
neues Messzeugs
Neu im Bestand ist die ATW-T1007 von audio-technica, eine drahtlose Tischsprechstelle für Schwanenhalsmikrofone System 10 Pro nebst dem passenden Receiver ATW-R1100. Diese unkomprimierte !! und preisgünstige W-LAN Sendestrecke eignet sich auch für Messzwecke. Die Tischsprechstelle ist Akkubetrieben und liefert (gemessen 11,5 Volt) Phantomspannung. Erfreulicher Weise funktionieren alle meine Messmikros damit.Die Latenzen der Funkstrecke liegen nach meinen Messungen zwischen 3,81 und 3,90 ms, einmal habe ich auch 6,32 ms gemessen. Die Latenz ist vermutlich abhängig vom Sendekanal und den örtlichen Bedingungen (Funkstörungen). Außerdem gab es bei meinem Messaufbau unter Verwendung von Pinknoise je nach verwendetem Kanal eine nadelförmige Störung (Peak bis zu 10 dB) die sich zwischen 1,34 und 1,42 kHz bewegte.
Bei Verwendung eines Pinksweeps als Anregungssignal verschwand dieser Peak in den Messungen fast vollständig. Diese kleine Unschönheit ist in Anbetracht des günstigen Preises zu vernachlässigen und für die „schnelle Messung zwischendurch“ im Livebetrieb nicht relevant.
(Impedanz)Falle
Unten ein Teil der offiziellen Messdaten vom Galeo-Top, die auch auf der Homepage des Herstellers zu finden sind. Der Hersteller deklariert die Galeos unverständlicher Weise als 16 Ohm Boxen. Demnach müsste man von einem 12 Ohm System reden, denn die Impedanz darf nur 20% in beide Richtungen von der real gemessenen Mindestimpedanz im Arbeitsbereich abweichen. Also Obacht bei der Parallelschaltung von mehreren Elementen, diese (Impedanz)Falle könnte u. U. so manchen Leistungsverstärker in Verlegenheit bringen.NACHTRAG: das neue Galeo S verhält sich übrigens ebenso, angegeben mit 16 Ohm real sind es aber ca. 12 Ohm